Es gibt Hotels, in denen man nach drei Tagen noch immer niemanden außer der Person an der Rezeption wahrgenommen hat. Man frühstückt, verlässt das Gebäude, kommt am Abend zurück und verschwindet wieder im eigenen Zimmer. Daran ist nichts falsch. Besonders persönlich fühlt es sich allerdings auch nicht an.
Bei The Social Hub gehört das Leben außerhalb des Hotelzimmers bewusst zum Konzept. Reisende treffen auf Studierende, Berufstätige, Freelancer und Menschen, die gerade für längere Zeit in der Stadt leben. Dazu gibt es Gemeinschaftsbereiche, Arbeitsplätze, Restaurants und Veranstaltungen.
Die Idee dahinter ist eigentlich ziemlich simpel: Eine Unterkunft kann mehr sein als ein Platz zum Schlafen.
Einchecken und nicht gleich wieder verschwinden
In einem typischen Stadthotel ist die Lobby hauptsächlich Durchgangsstation. Bei The Social Hub sollen gemeinsam genutzte Räume tatsächlich genutzt werden.
Das verändert die Atmosphäre. Wer nach einem langen Tag noch nicht aufs Zimmer möchte, kann in einem Gemeinschaftsbereich sitzen. Wer allein reist, befindet sich nicht automatisch den ganzen Abend allein am Schreibtisch. Und wer während einer Workation ein paar Stunden arbeiten muss, findet dafür eine passendere Umgebung als das Fußende des Bettes.
Gerade diese kleinen Dinge können bei einer Städtereise überraschend wichtig werden. Ein gutes Zimmer vergisst man schnell. An eine angenehme Atmosphäre erinnert man sich meistens länger.
Wer begegnet sich hier eigentlich?
Das Besondere an The Social Hub ist nicht einfach die Anzahl der Einrichtungen. Interessanter ist die Mischung der Menschen, die sie nutzen.
Ein typischer Tag könnte verschiedene Gäste zusammenbringen:
- Urlauber auf einem kurzen Städtetrip
- digitale Nomaden und Freelancer
- Studierende, die länger in der Stadt bleiben
- Geschäftsreisende und lokale Berufstätige
Niemand muss mit anderen ins Gespräch kommen. Trotzdem gibt es wesentlich mehr Gelegenheiten dafür als in einem Hotel, dessen gemeinschaftliches Angebot beim Frühstücksbuffet endet.
Für Alleinreisende ist das besonders angenehm. Wer tagsüber gerne alleine eine Stadt erkundet, möchte am Abend vielleicht trotzdem ein wenig Leben um sich herum haben.
Der Laptop muss nicht im Hotelzimmer bleiben
Das soziale Konzept bedeutet übrigens nicht, dass bei The Social Hub ständig Freizeit angesagt ist.
Coworking Spaces sind ein wichtiger Bestandteil des Angebots. Für Business Travel oder längere Arbeitsaufenthalte ist das praktisch, weil man nicht jeden Arbeitstag im eigenen Zimmer verbringen muss.
Morgens ein paar Stunden arbeiten, anschließend etwas essen und später die Stadt erkunden, ohne erst quer durch die Stadt zwischen Hotel und Arbeitsplatz zu pendeln. Besonders bei längeren Aufenthalten kann diese Flexibilität viel wert sein.
Dazu kommen je nach Standort Meetingräume und Eventflächen. Das macht die Häuser nicht nur für klassische Urlauber interessant.
Sozial heißt nicht, dass man ständig Gesellschaft haben muss
Bei Begriffen wie Community Hotel könnte schnell der Eindruck entstehen, jeder Gast müsse an Aktivitäten teilnehmen und neue Leute kennenlernen. Zum Glück funktioniert das Konzept weniger aufdringlich.
The Social Hub bietet Möglichkeiten für Begegnungen, schreibt sie aber nicht vor. Das eigene Hotelzimmer bleibt ein privater Rückzugsort. Wer Ruhe möchte, bekommt sie. Wer Gesellschaft sucht, muss dafür nicht unbedingt das Gebäude verlassen.
Auch Restaurants, Fitnessbereiche und Events tragen dazu bei. Sie geben Gästen Gründe, sich außerhalb des Zimmers aufzuhalten, ohne dass daraus automatisch ein organisiertes Gemeinschaftserlebnis werden muss.
Das wirkt deutlich natürlicher.
Besonders spannend wird es nach der dritten Nacht
Für eine einzige Übernachtung braucht man selten mehr als ein bequemes Bett und eine Dusche. Bei fünf Tagen, drei Wochen oder sogar mehreren Monaten sieht die Sache anders aus.
Dann werden längere Aufenthalte, gute Arbeitsmöglichkeiten und soziale Kontakte wichtiger. Genau deshalb kombiniert The Social Hub klassische Hotelzimmer mit Angeboten für Extended Stays und Studentenunterkünfte.
Ein Gast kann für einen Wochenendtrip kommen, während jemand anderes für Studium oder Arbeit deutlich länger bleibt. Dadurch verändert sich auch die Stimmung im Haus. Nicht jeder ist nur auf der Durchreise.
Wenn das Hotel selbst ein Teil des Aufenthalts wird
The Social Hub dürfte vor allem Menschen gefallen, die von ihrer Unterkunft etwas mehr erwarten als Schlüsselkarte, Frühstück und WLAN.
Man kann dort schlafen, arbeiten, trainieren, essen oder einfach Zeit verbringen. Noch wichtiger ist aber, dass man all das nicht unbedingt isoliert tun muss.
Vielleicht lernt man jemanden kennen. Vielleicht besucht man eine Veranstaltung. Vielleicht arbeitet man einfach neben anderen Menschen und geht anschließend wieder seiner eigenen Wege.
Ein ganzes Sozialleben gibt es beim Check-in natürlich nicht automatisch dazu. Aber im Gegensatz zu vielen klassischen Hotels schafft The Social Hub zumindest die richtigen Voraussetzungen dafür.


No Comment! Be the first one.